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Survival Training • Grundlagen

Ruhe bewahren

Jeder Geländewagenfahrer, Abenteurer oder SUV Fahrer kann sich überraschend in einer Überlebenssituation (Survival Situation) wiederfinden - übrigens auch in der gewohnten heimischen Sicherheit beispielsweise bei einer Überschwemmung.

Die Wahrscheinlichkeit das dies passiert ist bei Alleinreisen in die Wildnis lediglich höher und das Umfeld dann unbekannt.

Condor in den peruanischen Anden

Das Wichtigste jetzt ist nicht in Panik zu geraten und für den Fall, dass man nur die Orientierung verloren hat, rechtzeitig, möglichst noch im Tageslicht die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Das kann beispielsweise bedeuten ein Lager aufzuschlagen, anstatt auf der Suche nach dem richtigen Weg immer mehr Zeit und Kraft zu vergeuden.

Beurteilung der Situation und Prioritäten

Vorausgesetzt ich befinde mich in keiner akuten Notfallsituation und es liegen keine Verletzungen vor, weiche ich - im Falle das ich den Weg und die Orientierung verloren habe - durch diesen Umstand momentan lediglich von meinem Reisezeitplan ab (Es wäre falsch zu sagen man verlöre Zeit da dies unmöglich ist - man verbringt sie nur anders).

Ich beurteile also zunächst meine Lage und setze Prioritäten.

Ägypten - Sahara
  • Wie ist meine aktuelle Situation? Ort, aktuelles Wetter, Temperaturen, Pflanzen, Tierwelt?
  • Was muss ich als Nächstes und in welcher Reihenfolge tun?
  • Wo übernachte ich ? Muss ich ein Biwak bauen?
  • Wo und wie kann ich mich mit sauberem Trinkwasser versorgen?
  • Bin ich in der Lage - auch ohne übliche Hilfsmittel - Feuer zu machen?
  • Welche Nahrungsmittel stehen mir zur Verfügung und was muss ich hierfür tun?

Vorbereitung

Verlaufen

Verfahren

Den Track verloren

Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten nutzen jetzt?

Wahrscheinlich hast Du umfangreiche Ausrüstung im Fahrzeug oder im Rucksack bei Dir - wie setzt man sie ein?

Boy scouts of America

Aber Ausüstung kann und wird jedoch verloren gehen oder beschädigt werden. Bereite Dich gut vor und trainiere, wie man einen Unterstand baut oder Feuer machen kann.

Verlasse Dich nicht nur auf Deine Ausrüstung. "Be prepared" ist hier das Stichwort. Sei vorbereitet. Das Konzept sind die 7P - deren Beeutung erklären wir dir beim Training.

Kreativität / Lösungen finden

In jeder Überlebenssituation geht es um die Frage, was ich aus dem was ich habe oder finde machen kann und ob es mir hilft zu überleben.

Es geht niemals darum den perfekten Bogen- oder das größte Biwak im Wald zu bauen oder mit mehr Nahrung ins Lager zu kommen als ich essen oder für einen Zeitraum lagern kann.

Man muss jedoch auch nicht immer und unter allen Umständen irgendwo im Norden Kanadas Aas vom Highway klauben um es dann zu verzehren...

Chile Atacama Wüste

Vielmehr ist es wichtig ungewöhnliche, aber effektive Lösungen finden zu können und sich kreativ der Lage anzupassen. Dies sichert das Überleben. Eins werden mit der Natur und zurückzufinden zu Fähigkeiten, die lange ungenutzt in uns schlummern aber dennoch vorhanden sind.

Nicht gegen- sondern mit der Natur leben und nicht mehr zu nehmen als wir zum Überleben brauchen.

Umgebung

Das Beherrschen verschiedener Überlebenstechniken ist nur ein Teil der Voraussetzungen um erfolgreich die Situation zu meistern.

Mindestens so wichtig ist es, zu wissen wo Du dich befindest, was man dort findet, welche Tiere dort leben und welche Pflanzen oder Tiere man essen könnte.

Mach dies zu einem unveränderbaren Bestandtteil einer jeden Reisevorbereitung.

Amazonas Oberlauf Peru
Feuer machen - ohne technische Hilfsmittel

Es ist einige Jahrhunderte her, das unsere Vorfahren ohne Gasfeuerzeug oder Streichhölzer Feuer machen mussten.

Sie konnten es dennoch, soviel ist sicher, denn sonst würdest Du dies hier jetzt nicht lesen.

Feuer machen ohne Hilfsmittel

In einer Survival Situation musst Du dich wieder auf solche wesentlichen und ursprünglichen Fähigkeiten besinnen.

Dazu gehört das Feuer machen. Es geht - auch heute noch - ohne technische Hilfsmittel und lediglich nur mit dem was wir in der Natur vorfinden.

Der Trick ist, es vorher zu üben. Daran führt kein Weg vorbei.

Biwakieren

Warm und trocken bleiben ist die Devise. Ein Dach oder Unterstand reichen nicht aus, wenn ich bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt in der Wildnis übernachten muss.

Ich benötige für ein sicheres Biwak einen geschlossenen Raum um die Wärme zu halten. Es nützt mir nichts 2-3 Wochen ohne Nahrung auskommen zu können, wenn ich in der ersten Nacht erfriere oder mir eine ernsthafte Krankheit zuziehe, die mein Überleben und die Rettung aus dieser Situation gefährdet.

Pyrenäen - Spanien

Was kannst Du essen? Was solltest Du essen?

Viele Pflanzen und Kräuter sind essbar. Aber sind sie auch nahrhaft?

Wie viel muss ich essen um meinen Energiebedarf zu decken?

Was ist gehaltvoller?

Eine Frucht oder bestimmte Insekten?

Wie fange ich einen Fisch und was mach ich dann mit ihm?

Es hört sich simpel an und zuhause, während ich mich auf ein besonderes Abenteuer freue und in Ruhe plane sind diese Fragen sehr weit weg.

In einer Survival Situation sind sie dann sehr schnell aktuell. Ein Survivalkurs sollte ein wichtiger Teil Deiner Vorbereitung sein, wenn Du alleine in die Wildnis zu reisen planst.

Blattschneideameisen-Amatonasoberlauf
Kenne Deine Grenzen

Die falsche Einschätzung der eigenen Fähigkeiten ist einer der größten Fehler die man in dieser Situation machen kann. Es gilt ehrlich zu sein, besonders zu sich selbst. Techniken die ich noch nicht beherrsche kann ich jetzt nicht erst trainieren. Ich muss mich zunächst auf das konzentrieren, was ich sicher kann.

Subaru Outback


Beispielhaft genannt: Wenn ich noch nie gejagt habe, sollte ich zunächst Fallen aufstellen und mir - wenn möglich - einen Vorrat an essbaren Früchten, Pflanzen oder Nüssen und Samen anlegen.

Es ist am Anfang die erfolgversprechendere Strategie, als mit selbstgebauten Waffen auf einen Jagderfolg zu hoffen. Auch hier gilt das Motto: Know your limits!

Training

Theoretisches Wissen bildet die Grundlage. Praktisches Training sichert den Erfolg.

Fast alle Techniken im Survivalbereich muss man in der Praxis trainieren. Es geht nicht darum, möglichst viele unappetitliche Dinge zu essen, sondern aus dem was ich vor Ort vorfinde etwas zu machen, das es mir erlaubt die Zeit bis zur Rettung durch mich selbst oder durch Rettungskräfte zu überbrücken.

Weitere Grundlagen und Informationen erfährst Du bei unserem Survival Training "Lost your ways?"

Survivaltraining
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